Familienbindung 

Still- & Trageberatung ~ Wittingen

Warum sollten wir unsere Kinder tragen?

 

Ein Baby kommt mit den Instinkten eines Steinzeitbabys zur Welt, ein abgelegtes Steinzeitbaby fürchtete von seiner Gruppe vergessen zu werden oder von wilden Tieren gefressen zu werden. Mit dem Ablegen von Mutter oder Vater begann für das Baby meist der Kampf um Leben und Tod. Das Baby versucht weinend auf sich aufmerksam zu machen, doch verstummt nach einiger Zeit, um keine wilden Tiere anzulocken und Energie zu sparen. Dieser Schutzinstinkt wird heutzutage meist missverstanden und man geht fälschlicherweise von Selbstregulierung aus. Somit benötigen Babys die Sicherheit ihrer Bezugsperson, ständigen Körperkontakt und schnellstmögliches Reagieren auf ihre Bedürfnisse.

Menschenbabys sind Traglinge! Ihr Körper und Geist sind ausschließlich zum Getragen werden gemacht. Beim Tragen herrschen perfekte Bedingungen zur Hüftreifung. Mit den Bewegungsreizen, dem Druck, der Reibung und der Haltung beim Tragen kann das Hüftgelenk optimal verknöchern. Neugeborene kommen mit einem runden Rücken zur Welt, dieser richter sich mit dem zunehmenden Muskelaufbau auf. Diese Muskulatur wird beim Tragen perfekt unterstützt.

Außerdem werden beim Tragen unserer Babys all ihre Sinne angesprochen. Das Baby nimmt die Umgebung in seiner Gesamtheit wahr und fühlt sich dabei bei Mama oder Papa geborgen. 

Ein super Start des Selbstbewusstseins und der Frühförderung.



Fidella Fusion




*Ich trug dich am Anfang in meinem Körper
Und nirgendwo warst du mir näher als dort,
Und unser Band wurde immer stärker,
Und dann warst du da – und warst plötzlich fort.

Und dann trug ich dich auf meinen Händen,
Und hielt dich behutsam erst, dann mit mehr Mut.
Ich lernte, dir meine Gedanken zu senden,
Und las deine Wünsche, und so war es gut.

Später dann trug ich dich auf meinem Rücken,
Und hatte dich überall ständig dabei,
Und unsere Gedanken bauten sich Brücken,
Und wir waren unzertrennlich, wir zwei.

Und jetzt trage ich dich in meinen Gedanken,
Zum tragen bis du mir schon lange zu groß,
Doch unser Vertrauen gerät nie ins Wanken:
Ich liebe dich, doch ich lasse dich los.*

-Margarete Schebesch